Auf der SUSECON in Prag stellte SUSE SUSE AI Factory mit NVIDIA vor – eine vorvalidierte KI-Suite für Unternehmen, die die Bereitstellung und Verwaltung von der lokalen Entwicklung bis zur Produktion optimiert. Es basiert auf SUSE AI und NVIDIA AI Enterprise und eignet sich für Unternehmen, die KI-Workloads über Edge-Standorte, Rechenzentren und öffentliche Clouds hinweg aufbauen, regulieren und skalieren und dabei eine strenge Daten- und Infrastrukturkontrolle gewährleisten.
Die Ankündigung stellt SUSE AI Factory als eine standardisierte Unternehmens-KI-Softwareschicht dar, nicht als eigenständiges Modell oder Dienst. Es integriert wichtige NVIDIA-Komponenten: NIM-Microservices, offene Nemotron-Modelle, NeMo für die Agentenentwicklung, Run:ai für die GPU-Orchestrierung, NVIDIA Kubernetes Operators, OpenShell und NemoClaw – unter Verwendung von SUSE K3s für sichere autonome Agentenbereitstellungen.
SUSE hat das Angebot entwickelt, um eine wichtige KI-Herausforderung für Unternehmen zu lösen: den Übergang vom Experimentieren zur Produktion ohne übermäßige Komplexität oder beeinträchtigte Governance. Entwicklungsteams testen Workloads in Sandbox-Umgebungen, während Plattformteams Bereitstellungen über Rancher oder GitOps für groß angelegte Rollouts verwalten. Das Ziel sind weniger unzusammenhängende Tools und reproduzierbarere Bereitstellungen, selbst an Standorten mit Luftspalten.
SUSE hebt drei Kernbereiche der Plattform hervor: vorab validierte Blaupausen zur Reduzierung des Integrationsaufwands, Zero-Trust-Sicherheit (basierend auf SUSE Rancher Prime und Linux Enterprise Server) für NVIDIA-KI-Dienste und Bereitstellungs-/Lebenszykluskonsistenz von Workstations bis hin zu Edge-Clustern. Es betont auch die digitale Souveränität von Organisationen, die eine private Infrastruktur zur Einhaltung von Richtlinien wie dem EU-KI-Gesetz benötigen.
Thomas Di Giacomo, CTO von SUSE, wies auf die Herausforderungen von KI-Teams hin und betonte die Notwendigkeit, schnelle Innovation mit Sicherheit und Überprüfbarkeit in Einklang zu bringen. Er hob SUSE AI Factory als umfassende, sichere und souveräne Lösung für die aktuelle und zukünftige KI-Entwicklung hervor.
John Fanelli, Vizepräsident für Unternehmenssoftware bei NVIDIA, wies auf die beschleunigte Einführung von KI in Unternehmen hin und betonte die Notwendigkeit einer konformen, sicheren Infrastruktur. Ihre Partnerschaft mit SUSE liefert eine offene, umfassende KI-Fabrik, die technischen und regulatorischen Standards entspricht.
Die Veröffentlichung von SUSE AI Factory mit NVIDIA ist für später in diesem Jahr geplant.
Digitale Souveränität und Resilienz
Mit der Einführung veröffentlichte SUSE Forschungsergebnisse zu digitaler Souveränität und Widerstandsfähigkeit. Eine Umfrage unter 309 IT-Führungskräften in fünf Ländern ergab, dass 98 % Souveränität als Priorität betrachten, aber nur 52 % sie aktiv umsetzen – was zeigt, dass Anerkennung schneller erfolgt als inkonsistente Umsetzung, insbesondere da die Einführung von KI beschleunigt wird.
Es zeigten sich regionale Unterschiede: Indien liegt mit 62 % aktiver Staatsinvestitionen an der Spitze, gefolgt von Deutschland/Japan (57 %), den USA (52 %) und Frankreich (39 %). Souveränität beeinflusst die Beschaffung – 45 % haben sie in RFPs einbezogen, 42 % bei der Anbieterauswahl –, aber 41 % handeln nur auf externen Druck, nicht auf interne Bereitschaft.
Die Umfrage verbindet die Einführung von KI mit der Widerstandsfähigkeit: 64 % sagen, dass die KI-Transparenz (Modellschulung/Sichtbarkeit des Ursprungs) die Widerstandsfähigkeit über einen Zeitraum von fünf Jahren steigern wird. Bemerkenswert ist, dass die meisten Organisationen bei einer Budgeterhöhung um 20 % der KI Vorrang vor der Souveränität einräumen würden, was eine Lücke zwischen Bereitstellung und Governance aufdeckt.
Bei der Definition digitaler Resilienz legten die Befragten Wert auf Systemkontrolle und -wiederherstellung. An erster Stelle standen Cybersicherheit/Bedrohungserkennung (63 %), gefolgt von Multi-Cloud-Diversifizierung (52 %), Backup/Wiederherstellung (45 %) und kontinuierlicher Überwachung (44 %).
Hyperscaler bleiben für staatliche Arbeitslasten relevant (65 % der Befragten), was das Spannungsverhältnis zwischen Cloud-Skalierung/-Komfort und dem Bedürfnis der Unternehmen nach gerichtlicher Kontrolle widerspiegelt. Dies steigert die Nachfrage nach offenen, portablen Infrastrukturen, die sich über alle Umgebungen erstrecken, ohne an einen Anbieter gebunden zu sein.
Laut SUSE bestätigen die Ergebnisse den Bedarf an einer Infrastruktur, die sowohl die Einführung als auch die Souveränität von KI unterstützt und mit dem breiteren Portfolio (SUSE Linux, Rancher Prime, SUSE AI) übereinstimmt.
Der Navigating Digital Resilience-Bericht von SUSE basiert auf einer unabhängigen Umfrage in 13 Branchen, bei der die Befragten nichts vom Sponsoring durch SUSE wussten.
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