In Anlehnung an die bahnbrechende Alexa-Speechbot-Arbeit des alten Speicherunternehmens Tintri ermöglicht der private Cloud-Anbieter und VMware-Alternative VergeIO jetzt KI-Agenten, direkt in VergeOS-Umgebungen zu arbeiten. Agenten können über Klartext-Eingabeaufforderungen Netzwerke aufbauen, Workloads bereitstellen und Infrastrukturfehler diagnostizieren.
Das Unternehmen kündigte zwei wichtige Updates an: Verge CLI, eine vollständige Befehlszeilenschnittstelle für VergeOS und einen integrierten MCP-Server basierend auf dem offenen Model Context Protocol mit dedizierten Agentenfähigkeiten. Zusammen ermöglichen sie agentenbasierten KI-Plattformen wie Anthropic Claude Code und OpenAI Codex die native Verwaltung und Überwachung der VergeOS-Infrastruktur.
Larry Ludlow, Chefarchitekt der Verge CLI, erklärte: „Mit dem MCP-Server können KI-Agenten auf der Grundlage der offiziellen VergeOS-Dokumentation schlussfolgern und präzise, auf die Plattform abgestimmte Diagnosen statt spekulativer Modellschätzungen liefern. Eine einheitliche API, die Rechenleistung, Speicher und Netzwerk abdeckt, ermöglicht die Fehlerverfolgung im gesamten Stack, eine Fähigkeit, die unzusammenhängende Tools von Drittanbietern nicht bieten können.“
Verge CLI ist auf die vollständige VergeOS-API abgestimmt und vereint Befehle für Rechenleistung, Speicher, Netzwerk und Datenschutz als zentrales Betriebstoolkit für KI-Agenten. Integrierte VergeIO-Agentenfähigkeiten ermöglichen es KI-Modellen, Aufgaben innerhalb vordefinierter Administratorberechtigungsgrenzen vorzuschlagen und auszuführen.
Dies transformiert die herkömmliche, pro Kern lizenzierte Infrastruktur im VMware-Stil und ermöglicht vollständig Klartext-gesteuerte Vorgänge.
Jason Yaeger, SVP of Product and Engineering bei VergeIO, kommentierte: „VMware-Migrationskunden streben nach niedrigeren Kosten und einer KI-fähigen Infrastruktur – und Verge CLI bietet beides. Öffentliche KI-Modelle wie Claude Code und Codex können neben selbstgehosteten lokalen Modellen die Plattform direkt betreiben und dabei die volle Administratoraufsicht und Zugriffskontrolle behalten.“
Die offene MCP-Schnittstelle unterstützt alle MCP-kompatiblen KI-Agenten und -Modelle. Benutzer mit strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen können über Ollama lokale Open-Weight-Modelle wie Llama, Qwen und DeepSeek ausführen und dabei alle Betriebs- und Infrastrukturdaten vor Ort behalten.
Branchenkontext: Tintris vergessene Pionierarbeit im KI-Management
Vor neun Jahren leistete der auf VMware spezialisierte Speicheranbieter Tintri Pionierarbeit bei der KI-gestützten Speicherverwaltung über eine Alexa-Speechbot-Integration, die es Amazon Echo-Sprachbefehlen ermöglichte, den Array-Betrieb zu steuern. Eine öffentliche YouTube-Demo zeigte, wie der technische Marketingleiter von Tintri Alexa nutzte, um den Systemstatus abzufragen und drei VMs mit Sprach-, vCenter- und E-Mail-Bestätigungen abgeschlossener Aufgaben bereitzustellen.
Damals wurde das experimentelle sprachgesteuerte Infrastrukturtool weitgehend abgelehnt. Heutzutage sind natürlichsprachliche KI-Verwaltungsschnittstellen wie VergeIO zum Mainstream geworden, und Sprachsteuerungsfunktionen werden voraussichtlich bald folgen. Tintri stand später vor dem Bankrott und wurde von DDN übernommen, wodurch seine bahnbrechende Alexa-Speechbot-Funktion archiviert und ungenutzt blieb, ein früher Vorläufer des modernen Agenten-Infrastrukturbetriebs.
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