Das Weiße Haus hat Hochleistungs-Datenspeicher und Rechenzentren von seiner Liste kritischer und aufstrebender Technologien gestrichen, die als Richtschnur für Maßnahmen der Bundesregierung von Exportkontrollen bis hin zu F&E-Prioritäten dient.
KI, Quantentechnologie, Photonik, Cybersicherheit und fortschrittliche Netzwerktechnologien verbleiben auf der Liste, ebenso wie Schutzmaßnahmen gegen Datenübertragungen, die gegnerischen Staaten nützen.
Diese Anpassung erfolgt im Rahmen einer aktualisierten Wissenschafts- und Technologiestrategie für die nationale Sicherheit der USA (US National Security Science & Technology Strategy), die darauf ausgelegt ist, die nationale Wirtschaftssicherheit, wissenschaftliche Forschung und Innovation zur Unterstützung zentraler nationaler Sicherheitsziele zu stärken.
Das Dokument konzentriert sich auf den W&T-Wettbewerb im Zusammenhang mit militärischen Fähigkeiten, Heimatschutz, operativer Resilienz und anderen zentralen Schnittstellen der nationalen Sicherheit.
Es steuert die Zuweisung von F&E-Fördermitteln des Bundes, Strategien für öffentlich-private Partnerschaften und Allianzen, Arbeitsmarkt- und Einwanderungspolitik sowie Exportkontrollen für kritische Dual-Use-Technologien.
Die Strategie hebt transformative Technologien wie KI und Autonomie, Biotechnologie und Quanteninformationssysteme hervor, die tiefgreifende Auswirkungen auf Sensorik, Kommunikation, Datenverarbeitung und Datensicherheit haben.
Ein zentrales Ziel besteht darin, ausländischen Gegnern den Zugang zu kritischen Technologiesystemen und Lieferketten zu verwehren.
Sie priorisiert das inländische Reshoring und die Entwicklung eigener Produkte, unterstützt durch die ausgewogene Handelspolitik der Trump-Regierung, Reindustrialisierungsbemühungen, den Energieausbau, die Substitution kritischer Komponentenmaterialien und die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Lieferpartnern.
Die Leitlinie weist die zuständigen Bundesbehörden an, bestehende Befugnisse zu nutzen, um kritische Technologie- und Lieferketteninfrastrukturen – einschließlich Kommunikations- und Netzwerksystemen – gegen feindlichen Zugriff und Missbrauch zu schützen.
Sie sieht zudem eine modernisierte Prüfung ausländischer Investitionen sowie verschärfte und optimierte Exportkontrollen und Beschränkungen für grenzüberschreitende Datenübertragungen vor.
Die aktualisierte Liste kritischer und aufstrebender Technologien umfasst Innovationen, die für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender oder in Kürze von entscheidender Bedeutung sind.
KI und Autonomie werden mit 12 Unterkategorien (zuvor 10) detaillierter und umfassender abgedeckt, was den rasanten Fortschritt der Branche in den letzten zwei Jahren widerspiegelt; die aufstrebende Technologiekategorie der „Agenten“ fehlte zuvor vollständig.
Im Gegensatz dazu wurde der bisherige Abschnitt über fortschrittliches Computing entfernt, der zuvor Hochleistungsspeicher, Rechenzentren, fortschrittliche Cloud-Dienste sowie Datenverarbeitung und -analyse umfasste. Der Begriff „Rechenzentrum“ taucht in der überarbeiteten Strategie nicht mehr auf.
Gleichwohl bleibt „Datenmanagement einschließlich Speicherung und Sicherheit“ unter den Bestimmungen zu Informationsmanagement und Cybersicherheit aufgeführt.
Aktualisierte Kriterien für Kommunikation und Netzwerke umfassen drahtlose, optische und Glasfasertechnologien der nächsten Generation, während künftige Prioritäten im Bereich Computing Photonik, Supercomputing und Gehirn-Computer-Schnittstellen umfassen.
Dieser Wandel wirft die Frage auf, ob Rechenzentren und Speicher nicht mehr unter die bundesstaatliche Aufsicht und regulatorische Kontrolle fallen.
Rechenzentren bleiben eine unverzichtbare nationale Infrastruktur für die USA, ihre Verbündeten und globale Wettbewerber. Angesichts zunehmender Engpässe bei Kernkomponenten wie SSDs und RAM – deren führende Anbieter größtenteils westlich orientiert sind – setzen die USA jedoch vorübergehend eher auf marktwirtschaftliche Preishebel als auf strenge regulatorische Kontrollen, um ihre Marktführerschaft zu behaupten.
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